ACTO

Evaluierung von Modularen Actuated Tangible User Interfaces

"Tangible Computing" hat sich in den letzten Jahren zu einem aktiven Forschungsfeld im Bereich Mensch-Computer-Interaktion entwickelt. Das Ziel ist die Entwicklung intuitiver und ausdrucksstarker Bedienschnittstellen durch stärkere Kopplung von physischen und virtuellen Objekten: virtuellen Gegenständen wird eine physische Repräsentation verliehen, mittels derer sie leichter erfahrbar, spürbar und manipulierbar gemacht werden können.

Meist werden physische Objekte, sogenannte "Tabletop Tangible User Interface Objects" (kurz TUIOs), auf einer interaktiven Arbeitsfläche benutzt um virtuelle Objekte und Modelle zu manipulieren. Fast alle vorhandenen Systeme verwenden physische Interaktionsobjekte nur zur Eingabe um Änderungen durch einen Benutzer an das System weiterzuleiten. Änderungen der virtuellen Objekte können nicht in gleicher Weise an die Benutzer zurückgegeben werden, da die TUIOs über keinerlei Ausgabekanäle verfügen, sich beispielsweise nicht automatisch auf der Interaktionsfläche repositionieren können.  Selbst positionierbare TUIOs, genannt "Actuated" (engl. in Gang gebracht, ausgelöst, betätigt) TUIOs wurden bisher wenig erforscht, alle existierenden Lösungen haben große technische Einschränkungen.

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Im Rahmen dieses Projekts sollen neue, sehr modulare Actuated TUIOs entwickelt und gemeinsam mit Schüler/innen mit flexiblen Erweiterungen versehen werden. Diese Art der greifbaren Interaktion ist vor allem für Kinder und Jugendliche sehr motivierend und ist daher prädestiniert für Lernanwendungen. In lernpädagogischen Anwendungen, die mit Schüler/innen und Lehrer/innen konzipiert werden, werden Actuated TUIOs und darauf basierende neue, intuitive Interaktionstechniken evaluiert.

AAS Endurance

Ein Robotersegelboot zur Erforschung von Meeressäugern

Gemeinsames Forschungsziel von INNOC und der Oregon State University ist die Entwicklung eines autonomen Segelbootes als maritime Forschungs-plattform für passiv-akustisches Monitoring (PAM) von Meeressäugern.

Die AAS Endurance ist eine flexible Multi-Sensor-Plattform, die sich für die Untersuchung weitreichender ökologischer Fragen eignet. Das System bietet eine Reihe wesentlicher Vorteile gegenüber bisher eingesetzter autonomer Plattformen für die Erforschung von marinen Säugern, etwa in Bezug auf Geschwindigkeit, Platz für wissenschaftliche Ausrüstung und dauerhafte Energieversorgung für Langzeitmissionen. Durch Verwendung eines Segelbootes ergeben sich andererseits neue Herausforderungen, etwa eine zuverlässige Erkennung und Vermeidung von Hindernissen und Energieautarkie, die in diesem Projekt behandelt werden.

SchülerInnen der Informatikabteilung der HTL Spengergasse werden durch ihre Mitarbeit einen weitreichenden Einblick in ein internationales und multidisziplinäres Forschungsprojekt bekommen. Im Unterricht werden sowohl aktuelle Fragestellungen der Meeresbiologie als auch technologische Grundlagen zur autonomen Hinderniserkennung thematisiert. Bei Feldtests am Meer können die SchülerInnen gemeinsam mit den Wissenschaftern hautnah miterleben, wie spannend und abwechslungsreich wissenschaftliches Arbeiten ist.

Das Projekt Centrobot umfasst internationale Roboterwettbewerbe in der Region Wien-Bratislava, eine Welt- und eine Europameisterschaft. Weiters wird der niederschwellige Zugang zur Robotik durch den Betrieb eines offenen Forschungs- und Entwicklungslabors in Wien ermöglicht.

Die Forschung- und Entwicklungsinfrastruktur wird durch ein virtuelles internetbasiertes Robotik-Labor in Bratislava ergänzt. Zwei wissenschaftliche Konferenzen sowie drei Sommerakademien zur Nachwuchs- und Talenteförderung runden das Programm ab.

Ein Austauschprogramm im Bildungsbereich soll grenzüberschreitend nachhaltige Verbindungen knüpfen und die Lücke zwischen schulischer und universitärer Ausbildung und der wissenschaftlichen Forschung schließen. Die Entwicklung einer Robotik Education Plattform inklusive didaktischer Konzepte soll dazu einen substanziellen Beitrag leisten. Das Projekt möchte auch dabei unterstützen, vielversprechenden Ideen zur Umsetzung zu verhelfen.

Wissenschaftliche Ergebnisse des Projekts sollen durch Veröffentlichung auf wissenschaftlichen Konferenzen oder in Fachzeitschriften der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Alle oben genannten Aktivitäten werden von PR Maßnahmen begleitet, um Technologie und Wissenschaft einem breiten Publikum begreifbar und erlebbar zu machen.

Die RobotChallenge ist einer der größten Wettbewerbe für selbstgebaute, autonome und mobile Roboter weltweit und wird jährlich von INNOC in Wien veranstaltet. Über 500 Roboter aus der ganzen Welt werden zur nächsten RobotChallenge in Wien.

Ziel ist es, junge Talente für den kreativen Umgang mit innovativen Technologien, Forschung und Wissenschaft im Allgemeinen zu begeistern. Experimente und praktische Erfahrungen lassen Teilnehmer und Zuschauer gelebte Wissenschaft hautnah erleben.

Die RobotChallenge bietet sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Roboterentwickler die passenden Bewerbe. Neben der Möglichkeit seine Ideen und Entwicklungen in einem internationalem Teilnehmerfeld auszutauschen wartet auf die Teilnehmer ein stimmungsgeladenes Publikum als Belohnung für die monatelange Arbeit im Spannungsfeld zwischen Informatik, Elektronik, Mechanik und künstlicher Intelligenz.

Roboat

Die ASV Roboat ist das weltweit führende Roboter-Segelboot und wird seit 2006 von einem INNOC Forscherteam entwickelt.

Roboter-Segelboote führen die komplexen Abläufe des Segelns vollautonom und ohne menschliches Zutun durch. Angefangen von der Berechnung der optimalen Route anhand von Wetterdaten bis hin zur selbstständigen Durchführung von Wende und Halse sind autonome Segelboote durch die Analyse von Sensordaten mittels künstlicher Intelligenz fähig, jedes beliebige Ziel anzusegeln. Lediglich die Eingabe der Zielkoordinaten erfolgt durch einen Menschen.

Das Team hat zahlreiche internationale Wettbewerbe gewonnen und ist zur Zeit Weltmeister im Robote-Segeln.

Mögliche Einsatzgebiete der Roboat-Technologie

  • Intelligente Sensor-Bojen
  • Sicherheit auf Segelschiffen
  • CO2-neutrale Frachtenbeförderung
  • Aufklärung und Überwachung
  • Boot als Segeltrainer
  • Komfort an Bord
  • Versorgungsschiff

Happylab

Das Happylab ist Treffpunkt und Werkstatt für technikinteressierte Jugendliche und Erwachsene in Wien. Hier können Ideen in entspannter Atmosphäre entstehen, diskutiert und sofort umgesetzt werden. Schau einfach vorbei!

Happylab Grundsätze

  • Sinnvolle Freizeitbeschäftigung
  • Niederschwellige Nutzung
  • Freier Zugang
  • Keine fachliche Einschränkung
  • Explizit keine Vorkenntnisse notwendig
  • Selbstbestimmtes Lernen
  • Bottom-Up: Schwerpunktsetzung durch die Community

Wie kann ich das Happylab nutzen?

Du möchtest dich mit Technikinteressierten austauschen? Du möchtest deine Ideen einfach umsetzen? Dir fehlt der nötige Platz zum basteln und entwickeln? Du brauchst für deine Projekte spezielles Equipment? Du arbeitest lieber gemeinsam?

Das Happylab ist täglich rund um die Uhr nutzbar. Wenn du zum ersten Mal kommst, schaust du am besten bei einem Happy Evening (Mittwoch abends ab 18h) vorbei.